2-Milliarden-Programm für Schülerinnen und Schüler, um Lernrückstände aus der Pandemie aufzuholen

20.04.2021 - 10:30

Die stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Deutschen Bundestag, Sybille Benning, und der Vorsitzende des Schulausschusses der Stadt Münster, Ratsherr Meik Bruns, begrüßen die Vereinbarung zu einem milliardenschweren Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler ausdrücklich. "Es kommt jetzt darauf an, dass die Einzelheiten dieser von Bund und Ländern getragenen Initiative schnell ausgearbeitet werden, damit im Sommer alles umgesetzt werden kann", erläuteren die beiden Christdemokraten. "Eine Lernstandsermittlung für alle Schülerinnen und Schüler, die vor wichtigen Schulwegentscheidungen stehen (also z.B. vor der neunten und zehnten Klasse oder dem Abitur), ist die Minimalvoraussetzung, damit dies gelingt", so Benning.

 "Ich halte es für wichtig, dass mit diesen Sommerangeboten diejenigen erreicht werden, die in der Pandemie wirkliche Bildungsdefizite aufgebaut haben. Nachhilfe-Angebote sollten sich zuerst auf die Kernfächer richten", fordert Bruns.

Sybille Benning erklärt: "Ich bin aber auch froh, dass neben diesen schulischen Angeboten auch die psychosozialen Folgen für Schülerinnen und Schüler aufgefangen werden sollen. Wir wissen aus Studien, dass die Zahl der psychisch verhaltensauffälligen Kinder von 15 Prozent vor der Krise auf 40 Prozent gestiegen ist. Ferienangebote, die Sport, Kultur, einfach lebenswerte Freizeit ermöglichen, sind darum eine wichtige Ergänzung der Nachhol-Angebote!"

Der Vorschlag, den Bundesbildungsministerin Anja Karliczek vor Wochen zu einem großen Sommerförderprogramm gemacht hat, um Schülerinnen und Schülern das Aufholen von Lernrückständen zu ermöglichen, die durch den fehlenden Präsenzunterricht entstanden sind, ist jetzt auf einem "Bildungsgipfel" mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen worden. Dafür sind zwei Milliarden Euro vorgesehen.