Erfolgreiche Plattform zur Zoonosenforschung weiter fördern

01.10.2020 - 13:16

Bei einem parlamentarischen Abend in der vorigen Sitzungswoche in Berlin tauschten sich Politik und hochrangige Wissenschaftler zur Förderung der Zoonosenforschung aus. Auf dem Podium diskutierten neben Prof. Stephan Ludwig, dem Leiter des Instituts für Virologie der WWU, auch Prof. Christian Drosten, Direktor des Insituts für Virologie der Charité Berlin mit BMBF-Abteilungsleiterin Prof. Veronika von Messling, Umweltministerin Svenja Schulze und der stellvertretenden Vorsitzenden des Forschungsausschusses im Bundestag, Sybille Benning (CDU). Zur Förderung der Zoonosen-Plattform erklärt Sybille Benning:

„Die Corona-Pandemie macht uns allen nachdrücklich klar, wie sinnvoll es ist, ein wissenschaftliches Netzwerk zu stärken, das auch bei künftig auftauchenden Krankheitserregern ähnlich schnell handlungsfähig ist. Seit ihrer Gründung leistet die Plattform mit einer der drei Geschäftsstellen in Münster sehr gute Arbeit und erreicht ihr Ziel der Vernetzung zwischen den Fachdisziplinen außerordentlich erfolgreich. Auch die Nachwuchsförderung läuft hier sehr engagiert. Darum möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeit der Zoonosenplattform langfristig weiter gefördert wird.“

Hintergrund:

Münster ist einer der drei Standorte der Geschäftsstelle der Nationalen Forschungsplattform Zoonosen. Zoonosen sind Krankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragbar sind. Zu ihnen zählen das neue Coronavirus, die Vogelgrippe, Tollwut oder Ebola. Etwa zwei Drittel aller neu auftretenden Infektionskrankheiten beim Menschen sind Zoonosen.

Die vom BMBF geförderte Nationale Forschungsplattform für Zoonosen ist ein

Informations- und Servicenetzwerk für alle Wissenschaftler in Deutschland, die sich mit diesem Themenfeld beschäftigen. Das BMBF hat dafür seit 2009 über 6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Münster, den 1.10.2020