Haushaltsausschuss des Bundestags beschließt für Bildungs- und Forschungsetat Rekordsumme von 20,8 Mrd. Euro

27.11.2020 - 14:30

Investitionen in Bildung und Forschung sind Zukunftsinvestitionen. Für die akute Bewältigung der Corona-Pandemie, aber auch für eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise, mit der wir aus der Pandemie gestärkt herausgehen können, sind Forschung und Wissenschaft ein Schlüssel. Mit insgesamt 20,8 Milliarden Euro ist der Etat für Bildung und Forschung so hoch wie nie zuvor.

Für die Digitale Bildungsoffensive werden 90 Millionen Euro bereitgestellt, um eine Bildungsplattform sowie Bildungskompetenzzentren aufzubauen. Die Universitätsmedizinnetzwerke, an denen die WWU Münster bei neun von 13 Projekten beteiligt ist, haben sich in der Corona-Pandemie bewährt. Sie sollen mit 290 Millionen Euro für die kommenden Jahre ausgebaut werden, um auch in anderen Bereichen der Medizin Impulse zu setzen.

Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse direkt hinein in die Anwendung in Gesellschaft und Wirtschaft ist uns als Unionsfraktion sehr wichtig. Ein Beispiel: In Berlin soll ein neues Fraunhofer-Zentrum für Öffentliche Sicherheit entstehen. Über 71,1 Millionen Euro vom Bund sowie vom Land Berlin sollen in das Zentrum fließen, um die Effektivität der Polizei und Behörden mit Sicherheitsaufgaben durch die Einbindung der Fraunhofer-Expertise zu erhöhen.

Besonders freut mich, dass der Haushaltsausschuss wie von uns Fachpolitikern sehr gewünscht noch einmal eine Steigerung der Mittel für die Wissenschaftskommunikation beschlossen hat. Wir sehen in der Corona-Pandemie, wie wichtig es ist, wissenschaftsbasierte Erkenntnisse in der öffentlichen Debatte in einen Kontext zu setzen, Nachfragen zu stellen und einzuordnen. Mit den zusätzlichen Mitteln können neue Forschungsprojekte, digitale Innovationen im Wissenschaftsjournalismus und mehr Weiterbildung gefördert werden, und damit guter, kritisch hinterfragender Wissenschaftsjournalismus.