Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

25.11.2020 - 13:52

Jede dritte Frau in Deutschland wird ein- oder mehrmals in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. Noch immer wird aber Gewalt gegen Frauen bagatellisiert und die Betroffenen trauen sich nicht, über das Erlebte zu sprechen. Am heutigen Tag gegen Gewalt an Frauen wollen wir darauf aufmerksam machen. Wir dürfen nie wegschauen, wenn Mädchen oder Frauen Gewalt angedroht oder angetan wird!

Betroffene Frauen und Angehörige sollen wissen, dass sie nicht allein sind und dass es Wege aus der Gewalt gibt! Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen.

Wir haben verschiedene Maßnahmen gegen Gewalt ergriffen und setzt vor allem auf diese vier Punkte:

1. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" und ein breites Netzwerk von Hilfsangeboten in ganz Deutschland. Rund 350 Frauenhäuser sowie Schutz- oder Zufluchtswohnungen mit mehr als 6000 Plätzen stehen zur Verfügung.

2. Die Initiative „Stärker als Gewalt". Sie trägt das Thema in die Öffentlichkeit. Jeder Einzelne ist aufgefordert, sich einzuschalten, wenn Gewalt droht oder gar geschieht. Die Täter müssen wissen, dass ihnen Strafe droht und die Betroffenen sollen wissen, an wen sie sich wenden können, um Unterstützung zu bekommen.

3. Der „Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen" hilft, Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen so abzustimmen, dass sie gut ineinandergreifen.

4. Ein Förderprogramm, bei dem der Bund in den Ausbau von Beratungsstellen und Frauenhäusern für vier Jahre 120 Millionen Euro investiert.