Mehr Hilfe für den Wald

18.09.2020 - 12:06

„Der Wald bedarf unserer besonderen Aufmerksamkeit“, so fasst CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning ein Gespräch mit Waldbauern aus dem Münsterland zusammen.

Im Rahmen ihrer Sommertour zu den 17 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen stand auch das Thema Wald auf ihrer Agenda. Um die aktuellen Herausforderungen für den Wald und seine Besitzer in Augenschein zu nehmen, traf sie sich vor Ort mit Jan Schulze Hobbeling-Terhardt (Vorsitzender des Waldbauernverbandes für die Region Münsterland), Heinz-Peter Hochhäuser (Leiter Regionalforstamt Münsterland) und Dr. Philipp Freiherr Heereman (Vorsitzender des Waldbauernverbands Nordrhein-Westfalen e.V.) zu einem Gespräch.

„Dürre und Hitze der vergangenen Jahre, der dadurch begünstigte Befall mit Schädlingen sowie Sturmereignisse haben eine neue Schadenlage entstehen lassen“, so Benning. Darauf habe die Bundesregierung mit der Bereitstellung eines Hilfspaketes reagiert. Auf Betreiben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurden die Bereiche Wald und Holz in das Corona-Konjunkturpaket mit 700 Millionen Euro einbezogen. 500 Millionen davon dienen der Unterstützung einer nachhaltigen Waldwirtschaft, 100 Millionen fließen in ein Investitionsprogramm für Wald und Holz, das Forstbetrieben den Zugang zu moderner Technik und IT-Unterstützung erleichtern soll. Für Maßnahmen zur Modernisierung der Holzwirtschaft und zur Stärkung des klimafreundlichen Bauens mit Holz stehen die verbleibenden 100 Millionen Euro bereit.

„Wir müssen aber noch einmal über die Förderkriterien nachdenken. Gerade in Corona-Zeiten ist deutlich geworden, welche Bedeutung der Wald für die Allgemeinheit spielt. Diese Leistung der Waldbesitzer, also das Bereitstellen von Wegen und Erholungsräumen, muss meiner Überzeugung nach auch honoriert werden“, macht Benning deutlich. Auch bei der Beantragung von Fördermitteln spricht sich die Bundestagsabgeordnete für Vereinfachungen aus: „Aufgrund der Menge der notwendigen Maßnahmen kann so eine Beschleunigung erreicht werden.“ Nicht zuletzt müssten aufgrund der Klimaänderung auch Bestimmungen, wie das Gebot des Wechsels von Laub- zu Nadelwald bzw. umgekehrt, überdacht werden. „Ich bin und bleibe zu diesen Punkten im Austausch – unter anderem mit unserer NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser“, versprach Benning, sich auch weiterhin für die Belange der Waldbauern einzusetzen.