Schnelle Einigung ist für alle Schulen eine gute Nachricht

15.05.2020 - 14:05

„Es ist eine gute Nachricht für alle Schulen, dass Bund und Länder schnell eine Lösung für die Verteilung der  500 Millionen Euro gefunden haben, die Schüler ohne Laptop oder Tablet für den Online-Unterricht zuhause rüsten sollen. Ohne Regelbetrieb an den Schulen ist eine digitale Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler eine Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit. Der Digitalpakt Schule des Bundes, der als nachhaltige Infrastrukturförderung für die Digitalisierung der Schulen angelegt ist, wird so sinnvoll ergänzt, wo durch die Corona-Pandemie auf einen Schlag ein besonderer Bedarf entstanden ist. In dieser Ausnahmesituation ist es angemessen, dass der Bund auch Endgeräte finanziert. Die gefundene Lösung einer zentralen Anschaffung spart Kosten und ermöglicht es, dass jedes Kind, das Unterstützung braucht, mit einem Endgerät versorgt wird.“

Hintergrund:

Der Koalitionsausschuss hatte am 22.4.20 beschlossen, ein Sofortausstattungsprogramm für Schulen in Höhe von 500 Mio. Euro aufzulegen. Damit sollen bedürftige Schüler, die bislang über kein digitales Endgerät verfügen, eines erhalten. Zudem kann aus den Mitteln auch die Ausstattung zur Erstellung professioneller online-Lehrangebote finanziert werden.

Die Bund-Länder-Vereinbarung sieht nun vor, dass die 500 Mio. Euro an die Bundesländer nach Königsteiner Schlüssel verteilt werden und von dort an die Schulträger für eine zentrale Anschaffung vergeben werden. Die Schulen vor Ort sollen dann die Geräte längerfristig an die bedürftigen Schüler verleihen.

Außerdem wurde vereinbart, dass die Länder zur Finanzierung des Sofortausstattungsprogramms einen Eigenanteil in Höhe von 10% aufbringen werden.

Münster, den 15.5.2020