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Sybille Benning

Sybille Benning begrüßt EU-Freilandverbot für drei Neonikotinoide zum Schutz der Bienen

27.04.2018 - 16:44

Im Herbst letzten Jahres sorgte eine Studie von niederländischen, britischen und deutschen Wissenschaftlern für Aufruhr: Die Forscher hatten umfangreiche Daten des Entomologischen Vereins Krefeld ausgewertet und auf dieser Grundlage einen Rückgang der Insektenmasse um 76 Prozent seit dem Jahr 1989 identifiziert. Auch wenn wir wissen, dass das Insektensterben nicht auf einen einzigen Faktor allein zurückzuführen ist, haben zahlreiche Studien – unter anderem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit – nachgewiesen, dass Neonikotinoid-haltige Pestizide einen großen Anteil am Insektensterben haben und vor allem für Bienen und Hummeln sehr gefährlich sind.

Heute nun stimmten die EU-Staaten mehrheitlich für ein Freilandverbot für drei bienenschädliche Neonikotinoide. Sybille Benning, die CDU-Bundestagsabgeordnete für Münster, begrüßt diesen Schritt: „Als Hobbyimkerin und Berichterstatterin für die Themen Insektenschutz und Biodiversität im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit liegt mir der Schutz der Bienen und Insekten besonders am Herzen. Ich freue mich sehr, dass auf europäischer Ebene Maßnahmen ergriffen werden, um die Insekten zu schützen. Die Entscheidung der EU-Staaten heute morgen ist ein wichtiger und guter Schritt! Auch die Bundesregierung ist hier gut aufgestellt: Der Koalitionsvertrag sieht höhere Investitionen in die Insektenforschung, die Implementierung eines ‚Aktionsprogramms Insektenschutz‘ und den Aufbau eines Monitoringzentrums zur Förderung der Biodiversität vor! Diese Maßnahmen halte ich für sehr sinnvoll, und ich werde sie aktiv begleiten!“

Benning betont aber auch, dass eine Lösung nur gemeinsam, unter anderem mit den Landwirten, gefunden werden kann. Weder die Landwirte noch der Einsatz von Pestiziden sollte grundsätzlich dämonisiert werden. „Hier müssen wir gemeinsam alternative Ackerbaustrategien erarbeiten. Ganz wichtig sind dabei natürlich die Umweltverträglichkeit beziehungsweise die Prinzipien der Nachhaltigkeit!,“ so Benning. Neue Wege können sich auch durch die Kombination digital-mechanischer Methoden, zum Beispiel zur Unkrautbekämpfung, ergeben. Genauso wichtig sei es aber auch, die vielfältigen Ursachen des Insektensterbens besser zu erforschen, um noch zielgerichteter und effektiver neue Maßnahmen zum Schutz von Insekten und Biodiversität zu entwickeln.

Berlin, 27. April 2018