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Sybille Benning

Sybille Benning: “Nachhaltigkeitsprinzipien müssen in unserem täglichen, aber auch im politischen Handeln eine viel größere Rolle spielen“

27.07.2018 - 11:02

Die CDU-Bundestagsabgeordnete für Münster, Sybille Benning, nahm vom 16. bis 18. Juli 2018 als Mitglied der deutschen Delegation am Nachhaltigkeitsforum (englisch: „High-Level Political Forum on Sustainable Development“, HLPF) der Vereinten Nationen in New York teil. Das Forum nimmt innerhalb der UN eine Schlüsselrolle beim Thema „Nachhaltige Entwicklung“ ein und überprüft jährlich im Rahmen einer mehrtägigen Konferenz die internationale Umsetzung der in der Agenda 2030 vereinbarten 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“. Das diesjährige Forum stand unter dem Motto „Transformation zu nachhaltigen und stabilen Gesellschaften“. Besonders  wurden die Bereiche Wasserwirtschaft, Energiepolitik, Stadtentwicklung, nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltiger Konsum sowie Biodiversität und Artenvielfalt thematisiert. „Als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Themen Naturschutz, Biodiversität und Grün in der Stadt liegen mir diese Nachhaltigkeitsziele besonders am Herzen,“ so die CDU-Bundestagsabgeordnete.

Beim diesjährigen Forum stellten 48 Staaten freiwillig ihre eigenen nationalen Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung vor. Dazu die Abgeordnete Benning: „Ich war beeindruckt, welche  Anstrengungen Länder wie Lettland oder Niger unternehmen, um für eine nachhaltige Entwicklung – nicht nur in ihrem eigenen Land – zu sorgen.“ Die Atmosphäre beim Forum beschreibt Benning wie folgt: „ Alle Teilnehmer waren angetrieben von dem Wunsch, das Leben auf unserem Planeten zukunfts- und tragfähig zu gestalten. Besonders positiv aufgefallen ist mir die Partizipation von Frauen und jüngeren Teilnehmern. Ich finde es wichtig, dass wir diese Gruppen bei Gremien wie dem HLPF und in Führungspositionen stärken. Sie bringen ihre eigenen Impulse ein.“

Als stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ist der Abgeordneten auch das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung sehr wichtig. „Für mich verbergen sich hinter dem Begriff zwei Herausforderungen: Zum einen müssen wir junge Menschen durch Bildung dazu befähigen, selbst Verantwortung übernehmen und nachhaltig leben zu können; zum anderen müssen wir jedem Menschen den Zugang zu guter Bildung ermöglichen,“ so Benning.

Nach ihrer Rückkehr nach Münster blickt die CDU-Abgeordnete motiviert dem Beginn der zweiten Hälfte des parlamentarischen Jahres zu: „Die Aufgabe der neun Parlamentarier, die an dem Forum teilgenommen haben, ist es nun, die Impulse und Erkenntnisse aus der Veranstaltung in unsere verschiedenen Ausschüsse nachhaltig hineinzutragen. Wir repräsentieren eine große Breite an Ausschüssen. Das sehe ich als echte Chance!“ Als genauso wichtig erachtet Benning die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele auf der kommunalen Ebene. Aus diesem Grund traf sich Benning nach ihrer Rückkehr zeitnah mit dem Oberbürgermeister Münsters, Markus Lewe, der gleichzeitig Präsident des Deutschen Städtetags ist.

Dazu erklärt Benning: „Nachhaltigkeit sollte unser Leitmotiv bei all unserem Handeln sein. Wir müssen immer hinterfragen, ob unser Handeln wirklich nachhaltig ist. Abschlusserklärungen wie die des Nachhaltigkeitsforums sind für mich wichtige Impulse, um lokale Prozesse und Anstrengungen kritisch zu reflektieren.“ Oberbürgermeister Lewe und die CDU-Abgeordnete waren sich bei ihrem Gespräch einig, dass bestehende Anstrengungen der Stadt intensiviert werden müssten. Im Einklang mit Vertretern des Bundesumweltministeriums und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sahen beide öffentliche Akteure in einer Vorbildrolle: Der Rat der Stadt Münster sei Richtungsgeber und müsse die richtigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen schaffen, damit andere lokale Akteure nachhaltig agieren könnten. Die Stadt habe bereits wichtige Impulse gesetzt, beispielsweise indem sie 2016 nachhaltige und soziale Mindeststandards für kommunale Finanzanlagen beschlossen habe, eine Jahresstatistik zu den Indikatoren zur nachhaltigen Entwicklung eingeführt habe, die Musterresolution „ 2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterzeichnet habe und die Rolle des Fahrrads und der Elektromobilität in Münster gestärkt habe.

Benning und Lewe unterstützen den Ansatz der Abschlusserklärung des Nachhaltigkeitsforums in New York: „Die Erklärung betont, dass die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Ideen und Impulse von Bürgern aktiv aufgegriffen werden. In Münster gibt es eine Vielzahl sozialer Akteure, die sich ehrenamtlich für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und Gesellschaft einsetzen. Diese Netzwerke sind für die Umsetzung von Münsters Nachhaltigkeitsstrategie unerlässlich; sie tragen den Gedanken der Nachhaltigkeit in die breite Gesellschaft hinein. Auch die Idee der ‚corporate social responsibility‘, also der sozialen Verantwortung von Unternehmen, unterstützen wir. In Münster gibt es bereits Unternehmen, die zum Beispiel Produkte wie Arznei- oder Lebensmittel mit dem Fahrrad ausliefern. Solche Ansätze müssen gestärkt werden. Darüber hinaus werden in der Abschlusserklärung explizit die Themen Kinderförderung, soziale und wirtschaftliche Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit, Innovations- und Wissenschaftsförderung, sozialer Zusammenhalt in Städten, Wohnungsmarktpolitik sowie Klima- und Umweltschutz benannt. Auch auf der kommunalen Ebene in Münster beschäftigen uns diese Themen besonders. In vielen Bereichen haben wir bereits wichtige Fortschritte erreicht; für die Zukunft müssen wir die Nachhaltigkeitsziele weiterhin aktiv berücksichtigen.“

Münster, 27. Juli 2018