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Sybille Benning

Sybille Benning zum Weltalphabetisierungstag 2017

07.09.2017 - 10:11

„Lesen und schreiben zu können ist eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.“, weiß Münsters Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (CDU). „Für die leider immer noch etwa 2,3 Millionen Analphabeten und rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland, die nicht richtig lesen und schreiben können, haben wir von der CDU in den letzten Jahren viel getan. 2012 bis 2016 gab es die „Nationale Strategie zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland. Seit 2016 läuft die „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 bis 2026“, für die allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis zu 180 Millionen Euro ausgeben wird. Auch viele Menschen mit Migrationshintergrund können davon profitieren.“

„Ich bin stolz darauf, dass Münster bei der Alphabetisierung Erwachsener in Deutschland führend ist.“, sagt Benning, die selbst Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung ist. „An meine Besuche beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung denke ich sehr gern. Das Engagement in den diversen Projekten ALFA-Mobil, ALFA-Telefon und dem Projekt iCHANCE ist beeindruckend. Bundesweit werden von hier aus Betroffene, Multiplikatoren, Lehrkräfte und die allgemeine Öffentlichkeit informiert und sensibilisiert.“

Wer im Erwachsenenalter nicht richtig lesen und schreiben kann, versteckt sich oft. Dabei hat eine fehlende Alphabetisierung nichts mit Intelligenz zu tun. Viele Betroffene haben in den ersten Schuljahren aus verschiedenen Gründen den Anschluss verpasst und Strategien entwickelt, um auch ohne Lesen und Schreiben über die Runden zu kommen. Daraus entsteht nicht selten ein Versteckspiel, das viel Kraft kostet. „Wer sich hier als Erwachsener aus der Deckung wagt und anpackt, hat Mut! Und es lohnt sich!“, weiß Benning.

„Im Großen und Ganzen gibt es zwei Ansätze, die Menschen zu unterstützen.“, so Benning: „Einerseits müssen wir die Betroffenen ermuntern, Angebote anzunehmen. Das können in Betrieben beispielsweise Vertrauenspersonen wie Betriebsräte übernehmen. Diejenigen, die es dann noch nicht so gut können, nehmen wir mit ihren Schwächen ernst, z.B. indem wir auf den Internetseiten der Ministerien Texte in leichter Sprache anbieten. Ich finde es ganz wichtig, dass sich auch jemand, der nicht so gut lesen kann, aus erster Hand selbst informieren kann. Das Regierungsprogramm von CDU/CSU für 2017 – 2021: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ in leichter Sprache findet sich hier: https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/wahlprogramm-leichte-sprache-btw-2017.pdf?file=1&type=field_collection_item&id=10580.“

Nach Angaben der UNESCO können weltweit etwa 758 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben, zwei Drittel davon Frauen. Daran erinnert der Weltalphabetisierungstag jedes Jahr am 8. September. Weitere Informationen zur Alphabetisierungsdekade mit weiterführenden Links finden sich hier: https://www.bmbf.de/de/nationale-strategie-fuer-alphabetisierung-und-grundbildung-erwachsener-1373.html